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JBO siegt beim Unterstufen Wettbewerb in Werneck

Am Sonntag, den 23. Juli 2017 brach das Junge Blasorchester der Musikkapelle Lengfurt zum Unterstufen-Wettbewerb nach Werneck auf. Nicht nur Musiker, sondern auch einige Fans verschiedener Altersklassen hatten sich am frühen Morgen am Proberaum versammelt, um bereits wie im Vorjahr gemeinsam mit einem Reisebus nach Werneck zu fahren.

Nachdem auch das teure und empfindliche Wibraphon im Frachtraum verstaut war, konnte die Fahrt losgehen.

Nach der Ankunft an der Grundschule Werneck, wo an diesem Tag auch ein Wettbewerb für Grundstufenorchester stattfand, wurde sich eingespielt und vor allem im hohen Holz eifrig gestimmt. Hierbei war ein interessantes Verhalten bei den Jungmusikern erkennbar: Die Musiker baten den Dirigenten, ganz bestimmte Stellen nochmals anspielen zu dürfen – dieses Phänomen wird in den Proben eher selten beobachtet.  🙂

Nachdem das Orchester in der Turnhalle der Grundschule Platz genommen hatte, spielte es als Einspielstück (nicht von den Wertungsrichtern bewertet) die Titelmeldie des 2016 neu adaptierten Films Die Schöne und das Biest. Das getragene Stück wird im Film von der Teekanne Madame Pottine gesungen und beschreibt, im Film mit Szenen der Annäherung zwischen Belle und dem Biest untermalt, wie sich unerwartet eine Zuneigung zwischen den beiden Protagonisten entwickelt.

Nun wurde die MKL im Allgemeinen und das JBO im Besonderen von einem Organisator des Wettbewerbs vorgestellt, daraufhin begann der bewertete Teil der Darbietung.

Mit The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe blieb das Orchester bei Filmmusik, diesmal wurde allerdings nicht nur ein Stück, sondern ein ganzes Medley mit vielen Tempi- und Charakterwechseln dargeboten. Besonders hervorzuheben war der mehrstimmige Klarinettensatz sowie das Wibraphon/Bariton-Solo in einem Ausschnitt aus dem Stück Evacuating London.

Das zweite Stück Earth and Sky von Michael Sweeney ist inspiriert von der Glaubensvorstellung des Stamms der Omaha, wonach eine untrennbare Verbindung zwischen Erde und Himmel besteht. Das verträumten Flötensolo zu Beginn des Stückes, welches den Himmel charakterisierte, kontrastierte mit den rhythmischen Trommeln im Mittelteil des Stücks, die für die Erde, das Irdische, also den Menschen standen.

Jetzt hieß es warten auf das Ergebnis. Da der Wettbewerb nur ein Bestandteil des „Tag der Musik“ darstellte, kam keine Langeweile auf. Im Schlosspark war neben musikalischen Darbietungen verschiedener Ensembles einiges geboten. Der Dirigent versuchte sich im Bogenschießen, während Hornist und Klarinettistin eine Rassel bastelten und die Trompeterin Buttons gestaltete. Auch beim KINDERschminken wurden eindeutig nicht minderjährige Musikerinnen gesehen.

Die Ergebnisverkündung auf der Hauptbühne des Schlossgartens war kurz und schmerzlos – in der Unterstufe gab es lediglich einen Konkurrenten für das JBO. Nachdem dieser bei der Preisverleihung zuerst genannt wurde, war klar: Der Sieg geht nach Lengfurt! Mit 86 von 100 möglichen Punkten im Gepäck wurde die Rückfahrt angetreten, auf welcher Bruno die Musiker mit einem Getränk ihrer Wahl belohnte. „Ihr hättet ganz bestimmt auch bei mehr Konkurrenten den ersten Platz gemacht“, war sich der 1. Vorstand sicher.

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